Als eine "bizarre
Mischung aus Kafka, Heine und Gene Kelly" beschrieb die ZEIT
Thomas Reis, der schon als Schüler mit dem Kabarett begann. Mehr
als zehn Kleinkunst- und Kulturpreise heimste er bisher ein.
Nebenher lieferte Reis seine satirischen TV-Beiträge an die Fernsehsender
der Republik. Allein beim NDR war er mit seinem kabarettistischen Wochen-Rückblick
über einhundertmal präsent.
"Gibt's ein Leben über 40?" ist eine Groteske über
unsere Macke mit der Zeit, über die heitere Vergeblichkeit des Strebens.
Kabarett zwischen Gegenwartsangst und Zukunftsbewältigung, zwischen Faltencreme
und Kinderwunsch. Eine Lesung zwischen den Zeiten über die Eitelkeit der
Macht und die Macht der Eitelkeit.
Das Leben ist eine einzige Midlife-Crisis. Und wer sich mit 70 immer noch fragt,
was will ich später eigentlich mal machen, wer sich mit 80 von seiner Freundin
trennt, weil er das Bedürfnis hat, sich erst mal richtig auszuleben, bevor
er sich bindet, der hat doch irgendwie auch recht.
"Gibt's ein Leben über 40?" ist eine Satire über
den Witz des Lebens, dessen Pointe die
Vergänglichkeit ist, denn wer sich ernst nimmt, der wird sich doch gar
nicht gerecht.