Georg Schramm: "Mephistos Faust"
Co-Autorin / Regie: Hilde Schneider
"Georg Schramms Kabarett ist ein brutales Beben. Vor seinem
neuen
Programm kann nur gewarnt werden. Man muss auf alles gefasst sein",
schrieb
das Hamburger Abendblatt zur Premiere im Juni.
Jetzt ist es wirklich da, und neben neuen Personen hat Schramm, der
Dauergast
in Dieter Hildebrandts "Scheibenwischer", die altbekannten
Bühnenfiguren, wie
Oberstleutnant Sanftleben, den unverbesserlichen
Preußen, Rentner Dombrowski
und den hessischen Sozialdemokraten
August natürlich mitgebracht. Auch sie sind
von den neuesten politischen
und gesellschaftlichen Entwicklungen deutlich gezeichnet.
Und wieder
wühlen sie sich durch die Niederungen und Beleidigungen des Alltags,
durch die Auswüchse heutiger Sozialisation in Berufs- und Privatleben.
Mit einer ausgeprägten schauspielerischen Begabung verleiht Schramm
den
Figuren eine ungewöhnlich
Authentizität und lässt sie zwischen Komik
und Tragik balancieren und macht
so sein Publikum vom hehren
Betrachter
zum Schaulustigen, vom Voyeur zum Ausgestellten, vom Belustigten
zum
Betroffenen.
"Mephistos Faust" ist ein zutiefst menschliches Stück - ein teuflisches
Werk...