queen
bee: "Abseits ist, wenn keiner pfeift."
Ina
Müller und Edda Schnittgard
Regie: Gerburg Jahnke (wie immer)
Sie kommen
mit ihrem 5. Programm und noch immer bringen queen bee keine Best-Of-Revue auf
die Bühne.
Dafür, so finden Ina Müller und Edda Schnittgard, sind einfach noch
zu viele Fragen offen. Man könnte ja meinen, mit zunehmendem Alter nähme
die Zahl der grundlegenden Fragen ab und die der Antworten zu. Dass sich also
mit der Zeit eine gewisse Altersweisheit einstellte.
Das Dumme ist nur, dass sich aus jeder gefundenen Antwort ungefähr 12,4
neue Fragen ergeben. Ina Müller und Edda
Schnittgard
scheuen sich nicht, diese Fragen frontal anzugehen: Landen Frauen deutlich über
25 früher oder später unweigerlich im Abseits? Ist ein jüngerer
Lebenspartner schlecht für den Teint? Sind Kinder wichtig für den
Fortbestand der Menschheit? Löst die Evian-Flasche mittelfristig dasDamenhandtäschchen
ab?
Warum hat ausgerechnet ein Ackerunkraut mehr Gene als ein Mensch. Und überhaupt:
könnte der alte Konflikt zwischen Männern und Frauen nicht im Labor
eben so elegant wie endgültig gelöst werden?
Die Antworten sind zu einem guten Teil musikalischer Art: Stücke von Bernd
Begemann und Seal über Gitte Haenning und Vicky Leandros bis hin zu eigenen
Nummern bilden den Rahmen zu einem queen bee typischen, erkenntnistheoretischen
Diskurs. Und wenn auch an diesem Abend nicht alle Fragen endgültig geklärt
werden können, so doch zumindest eine der Wichtigsten:
Kann man seinen Schönheitsschlaf künstlich verlängern, wenn man
die Zugaben schon vor der Pause gibt?