•  

    Christian Ehring:

    Keine weiteren Fragen

     

    Freitag, 25. November 2016 | 20:00 Halepaghen-Bühne

    Christian Ehring hat ein nostalgisches Faible für aussterbende Medien, weswegen er regelmäßig im Fernsehen auftritt. Eingeweihte kennen ihn als Moderator der NDR-Satiresendung „extra 3“ und als Sidekick von Oliver Welke in der ZDF-“heuteshow“. Was viele nicht wissen: Schon weitaus länger kultiviert er seine Liebe zur Bühne, jenem fabelhaft antiquierten Kommunikationsmittel in analogem HD.

    „Keine weiteren Fragen“ ist ein assoziativer Monolog voller Gegenwartsfuror und mit Gesang. Ein aktueller Lagebericht aus dem Komfortzonenrandgebiet. Uns Deutschen geht es scheinbar gut. Die Wirtschaft brummt, der Export bricht alle Rekorde, wir sagen anderen, wo es langgeht, und Angela Merkel hat keine natürlichen Feinde mehr. Und doch schleicht sich selbst bei den hartgesottensten

    Hochleistungs-Verdrängern das Gefühl ein: So wird‘s nicht weitergehen. Die Klimakatastrophe

    steht vor der Tür, der Islamische Staat womöglich bald schon in Lüdenscheid, Europa bricht auseinander, Millionen Menschen sind auf der Flucht und lassen sich auch von Horst Seehofer nicht mehr abschrecken.

    Die Einschläge kommen näher. Sind das beherrschbare Krisen oder schon schwere Ausnahmefehler? Reicht der Einkauf im Bioladen noch aus als moralischer Ablassbrief? Ist der Satz: „Ja, schlimm“ wirklich eine adäquate Reaktion auf die Katastrophen unserer Zeit? Und sollte man derartige Fragen überhaupt stellen, wo doch das Haus noch nicht abbezahlt und die Yogalehrer-Ausbildung noch nicht ganz abgeschlossen ist? Besser nicht. Sonst steht plötzlich der Zweifel da. Steht in der frisch renovierten Wohnküche, mixt sich einen Smoothie und will einfach nicht mehr gehen.

     

    Vorverkauf ab: 12.10.2016

    Eintritt: 22,50 / 20,00 / 17,50 / 15,00 €

  •  

    Claus von Wagner:

    Theorie der feinen Menschen

     

    Samstag, 10. Dezember 2016 | 20:00 Halepaghen-Bühne

    Wer Claus von Wagner auf einer Bühne sieht, weiß: das wird auf jeden Fall kein normaler Kabarettabend.

    Claus von Wagner ist so, wie sich Bertolt Brecht und Loriot in einer durchzechten Nacht ihren Schwiegersohn vorgestellt hätten. Manche sagen, er sähe aus wie Roland Kaiser – hätte aber bessere Texte. Was ihn so anders macht? Die Tatsache, dass er die Intelligenz seiner Zuschauer ernst nimmt. Bei allem Spaß. Claus von Wagners Kunst ist es sich höchst amüsant zu wundern. Er hat da jetzt zum Beispiel dieses großartige Buch gefunden, in dem steht, dass der “Räuberbaron des Mittelalters zum Finanzmagnaten der Gegenwart” geworden ist. Die Schwarte ist von 1899. „Theorie der feinen Menschen“ ist eine Erzählung aus dem tiefen Inneren unserer feinen Gesellschaft. Sie handelt vom Kampf ums Prestige, Wirtschaftsverbrechen und Business Punks.

    „Theorie der feinen Menschen“ ist eine epische Geschichte von Verrat, Familie und Geld. Im Grunde ein bisschen wie die Sopranos*. Nur in live. Als hätte Shakespeare ein Praktikum bei der Deutschen Bank absolviert und aus Verzweiflung darüber eine Komödie geschrieben.

     

    * Menschen, die vor 1977 geboren sind ersetzen Sopranos einfach durch Dallas.

     

    Vorverkauf ab: 26.10.2016

    Eintritt: 22,50 / 20,00 / 17,50 / 15,00 €

  •  

    Wilfried Schmickler:

    Das Letzte

     

    Freitag, 20. Januar 2017 | 20:00 Halepaghen-Bühne

    Immer mehr Menschen in Deutschland fallen ab vom Glauben an die Grundordnung und füllen das entstehende Vakuum mit Misstrauen und Hader: Politiker? Alle Verbrecher! Medien? Alle verlogen! Fremde? Alle verdächtig! Ob Regierungs-, Partei- oder Fernsehprogramm – die Adressaten verweigern

    die Annahme, wenden sich resigniert ab und denken: das ist doch das Letzte! Hier aber krankt der vermeintlich gesunde Menschenverstand. Denn das Letzte kommt kurz vor dem Ende. Doch ein Ende ist nirgends in Sicht. Es hört einfach nicht auf. Das letzte Gefecht war nur der Vorkampf, das letzte Wort nur der Auftakt für die nächste Jahrhundert-Rede und die letzte Sau nur die Vorhut der Herde, die gleich danach durchs globale Dorf getrieben wird. Und deshalb: das Letzte, was die Zukunft braucht, sind Frust und Verdruss.

    Wilfried Schmickler, der Mann für die kurzweiligen zwei Stunden, kümmert sich drum. Ob als Kleinkunst-Vagabund auf den Bühnen dieses Landes, als Kolumnist im Westdeutschen Rundfunk oder als Rausschmeißer in den Mitternachtsspitzen – Schmickler will immer nur das eine: „Gute Unterhaltung. Denn Gründe für schlechte Laune gibt es eh zu viele!“ Und so versucht sich der Leverkusener Werks-Kabarettist auch in seinem siebten Programm als Stimmungs-Aufheller und Muntermacher. So gründlich wie möglich und so aktuell wie nötig. Wie spricht der Häuptling der letzten Mohikaner? „Wenn das letzte

    Witzchen gerissen, das letzte Liedchen gesungen, das letzte Gedichtchen aufgesagt, dann werdet Ihr merken, dass man ein altes Programm nicht zweimal sehen kann.“

    In diesem Sinne: Auf ein Neues!

     

    Vorverkauf ab: 07.12.2016

    Eintritt: 22,50 / 20,00 / 17,50 / 15,00 €

  •  

    Bodo Wartke:

    Was, wenn doch?

     

    Freitag, 10. März 2017 | 20:00 Halepaghen-Bühne

    Klavierkabarettprogramm bezeugt Bodo Wartke, dass es möglich ist, seiner Bühnenkunst treu zu bleiben und zugleich für neue Begegnungen und Einflüsse offen zu sein. Der Sprachjongleur, der auf eine bald 20 Jahre währende Karriere zurückblicken kann, macht sich sinnend und singend auf den Weg – jede Menge Fragen im Gepäck – und lädt das Publikum zu einem Perspektivwechsel ein.

    „Was, wenn doch?“ bietet mitreißendes Klavierkabarett in Reimkultur ebenso wie verblüffende Denkanstöße beim augenzwinkernden Blick auf unser alltägliches Miteinander. Bodo Wartke scheut sich nicht, einfache, existenzielle Fragen zu stellen: Was treibt uns an? Wieso fällt es uns schwer, Wandel als Chance anzunehmen? Warum handeln wir aus Angst anstatt aus Liebe? „Was, wenn doch?“

    ist ein poetisches Spiel mit den Möglichkeiten, nachdenklich und unterhaltsam zugleich. Der Klavierkabarettist beleuchtet Ausnahme- und Dazwischenzustände. Was macht der Clown, wenn er traurig ist? Warum haben wir so ein Faible fürs Knöpfedrücken? Und nach wie vor, es ist die Liebe, ob unerfüllt oder zu dritt, die den fabulierenden Poeten umtreibt und ihn rätseln lässt: Die richtige Frau gefunden? Oder aufs falsche Pferd gesetzt? Was tun bei widersprüchlichen Gefühlen? Eine vorläufige Antwort lautet: leidenschaftlich handeln, abwarten und Tee zubereiten! Glasklar hingegen ist, wo die Liebe aufhört: bei Insekten. Ein ungebremster Bodo brennt für das, was er tut, und singt neue, akute Lieder.

     

    Vorverkauf ab: 25.01.2017

    Eintritt: 27,50 / 25,00 / 22,50 / 20,00 €

  •  

    Ingo Börchers:

    Immer ich

     

    Freitag, 7. April 2017 | 20:00 Halepaghen-Bühne

    IMMER ICH

    Schnell noch ein Selfie geschossen, dann aber ab ins Fitnessstudio zur Selbstoptimierung. Authentisch sein lautet das Gebot der Stunde; erfolgreich an der Marke „Ich“ arbeiten. Was früher nur für Prominente galt, ist schon längst in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

    IMMER ICH

    Das ist der eine Teil der Geschichte. Zur gleichen Zeit sind Tausende von Menschen auf der Flucht und lassen ihre bisherige Identität hinter sich. Was geschieht da, wenn man nichts mehr hat, außer sich selbst?

    IMMER ICH

    Nachdem der Bielefelder Kabarettist auf der Datenautobahn aufgeräumt und das Gesundheitswesen seziert hat, widmet sich Ingo Börchers nun dem vielleicht einzigen Thema, dem sich niemand wirklich entziehen kann.

    IMMER ICH

    Und es ist nicht ausgeschlossen, dass sich das Publikum am Ende des Abends ebenfalls selbst begegnet. Ob es dann in guter oder schlechter Gesellschaft ist, dafür übernimmt der Künstler allerdings keine Haftung.

    Denn auch wenn es erstmal nicht so klingt : In IMMER ICH geht es auch um SIE

     

    Vorverkauf ab: 22.02.2017

    Eintritt: 16,00 € (freie Platzwahl)

  •  

    Christine Prayon:

    Die Diplom-Animatöse

     

    Samstag, 29. April 2017 | 20:00 Halepaghen-Bühne

    Die DIPLOM-ANIMATÖSE ist keine gemeine Animatöse. Sie ist eine Animatöse mit Diplom. Und das gibt es selten. Gehen Sie bei der Wahl Ihrer Abendveranstaltung auf Nummer Sicher: Entscheiden Sie sich für Künstler mit Gütesiegel. Christine Prayon hat sich das Ulknudel-Diplom auf die Netzhaut

    tätowieren lassen. So können Sie Qualität schon von weitem erkennen.

    Dieser Abend passt in keine Schublade, denn er ist zwei Stunden lang und mindestens genauso breit. Wenn Sie darüber jetzt herzlich lachen konnten, sind Sie hier genau richtig. Es wird noch mehr schlechte Witze geben. Außerdem wird Frau Prayon einige Präsidenten imitieren, schön singen, den ein oder anderen bewegenden Moment zerstören und möglichst viel Haut zeigen. Sie wird sich auch heute mal wieder nicht festlegen, ob es sich hier um Kabarett, Comedy oder eine Heizdeckenverkaufs-veranstaltung handelt. Hauptsache absurd und ohne Chansons.

    Auf dem Höhepunkt ihrer Animatösen-Karriere wendet sich Christine Prayon nun den Enthüllungen zu, auf die wir lange gewartet haben. Sie verrät uns endlich, wer sie wirklich ist, welche seltene Krankheit sie hat. Ob es den deutschen Humor gibt und wenn ja, warum nicht. Wir erfahren die ganze Wahrheit über Jack Michaelson und die Große Deutsche Revolution. Wie Madame Sarkozy bei einem Lachanfall aussieht, wie das Wetter gestern wird und was Prayons Eltern und ihre Katze zu all dem sagen.

    DIE DIPLOM-ANIMATÖSE ist mutig und unkonventionell, denn - Zitat Prayon - „Ich muß halt auch bleiben, wo ich gucke“. DIE DIPLOM-ANIMATÖSE: Von Redakteuren gefürchtet, von Therapeuten empfohlen. Including Nr.1 Hit-Single „Hallo“.

     

    Vorverkauf ab: 15.03.2017

    Eintritt: 16,00 € (freie Platzwahl)